Donnerstag, 21. April 2011

Auswirkungen des neuen Google-Algorithmus geringer als befürchtet?

Der Suchmaschinengigant Google hat vor einigen Monaten eine wahre Bombe platzen lassen, die in der Web-Szene mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurden. Für die englischsprachige Google-Welt wurde der Algorithmus, mit dem Google das Ranking für Seiten ermittelt, nämlich deutlich geändert. Google wollte damit vor allem Seiten mit schlecht aufgearbeiteten Inhalten abstrafen und qualitativ hochwertige Inhalte fördern.

Im Fadenkreuz von Google standen dabei explizit so genannte Content Farmen. Dabei handelt es sich um Webseiten, die vorwiegend von Usern selbst mit Texten und anderen Inhalten befüllt werden und dadurch Aufmerksamkeit anderer Internetnutzer auf sich ziehen. Der Betreiber profitiert vorwiegend durch Werbeeinnahmen. Die Qualität der Inhalte bei Content Farmen lässt jedoch oft zu Wünschen übrig.

Ein Big Player im Bereich Content Farms ist das US-Unternehmen Demand Media. Mit mehreren E-Projekten macht das Web-Unternehmen einen Umsatz von mehreren 100 Millionen Dollar im Jahr. Demand Media fürchtete durch den neuen Google Algorithmus erhebliche Einbußen. Diese haben sich zum Glück von Demand Media jedoch bisher noch nicht eingestellt.

Das Webseitenprojekt eHow, das ebenfalls zu Demand Media gehört und zu 25 Prozent zum Umsatz des Unternehmens beiträgt, konnte zwar Umsatzeinbußen verzeichnen, doch die Anzahl der Seitenaufrufe lag nach wie vor in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Somit dürften die Auswirkungen des neuen Algorithmus weniger drastisch sein als zunächst erwartet. Noch immer stellt sich auch für Suchmaschinenoptimierer in Deutschland die Frage, ob und wann der neue Algorithmus von Google auch in andere Sprachbereiche ausgedehnt wird.

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